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Der Sicherheitsbeauftragte unterstützt die Organisation im Bereich Arbeits- und Gesundheitsschutz

2018-01-19 16:53 by Holger Backe

Aufgaben, Haftung und Kriterien für die richtige Anzahl der Sicherheitsbeauftragten. Im Unternehmen bestehende Unfall- und Gesundheitsgefahren, Anzahl der Beschäftigten, räumliche Nähe, zeitliche Nähe, fachliche Nähe

Sicherheitsbeauftragte sind Beschäftigte

eines Unternehmens.

Sie achten darauf, ob die betriebli-

chen Schutzvorrichtungen und Sicherheits-

maßnahmen ausreichen, und weisen darauf

hin, wenn sie glauben, dass Arbeitsplätze

gesundheitsgerechter gestaltet werden kön-

nen. Ihre Erfahrungen im Berufsalltag helfen

ihnen dabei, Unfall- und Gesundheitsgefah-

ren in ihrem Arbeitsbereich zu erkennen und

zu benennen.

 

Aufgaben von Sicherheitsbeauftragten

•  beraten ihre Vorgesetzten

•  sind fachkundige Ansprechpersonen für

Kolleginnen und Kollegen

•  vermitteln zwischen Führungskräften

und Beschäftigten

•  gehören als festes Mitglied zur betrieb-

lichen Arbeitsschutzorganisation

•  agieren als Vorbild für sicheres und

gesundes Verhalten am Arbeitsplatz 

 

Sicherheitsbeauftragte 

haften nicht

Falls aus irgendwelchen Gründen etwas

schiefgeht, falls Sie etwas übersehen, eine

Situation falsch beurteilen oder ein Sicher-

heitsmangel nicht rechtzeitig behoben

wurde.

 

Fünf Kriterien für die richtige Anzahl

der Sicherheitsbeauftragten

 

Im Unternehmen bestehende

Unfall- und Gesundheitsgefahren

Ein wesentliches Kriterium der DGUV Vor-

schrift 1 sind die im Unternehmen bestehen-

den Unfall- und Gesundheitsgefahren:  

 


Anzahl der Beschäftigten

Grundsätzlich müssen ab regelmäßig mehr

als 20 Beschäftigten im Unternehmen Sicher-

heitsbeauftragte bestellt werden. Sicherheits-

beauftragte sollten die von ihnen betreuten

Beschäftigten persönlich kennen.

 


Räumliche Nähe

„Räumliche Nähe“ bedeutet, dass der oder

die Sicherheitsbeauftragte als Ansprech-

partner oder Ansprechpartnerin erreichbar

sein sollte. Nur so kann er oder sie die Situ-

ation in den Arbeitsbereichen selbst ein-

schätzen. Bei Filialen oder anderen räumlich

getrennten Betriebsteilen werden damit

unter Umständen weitere Sicherheitsbeauf-

tragte nötig: Ist die räumliche Einheit klein

und hat der Unternehmer oder die Unterneh-

merin die örtlichen Belange für Sicherheit

und Gesundheit auf die dortige Leitung

übertragen, sind in der Regel keine zusätzli-

chen Sicherheitsbeauftragten erforderlich.

 

 

Zeitliche Nähe

Das Kriterium „zeitliche Nähe“ betrifft  

speziell Unternehmen mit Schichtbetrieb:

Kennen die Sicherheitsbeauftragten die

Arbeitsbedingungen und die Maßnahmen

für Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit  

in allen Schichten? Dann können sie ihre  

Aufgabe als SiB wahrnehmen, selbst wenn

sie selbst nicht regelmäßig in jeder der

Schichten arbeiten sollten. Allerdings sollte

gewährleistet sein, dass zum Beispiel durch

entsprechende Übergabezeiten in allen

Schichten Kontakt- und Austauschmöglich-

keiten mit den zuständigen Sicherheitsbe-

auftragten bestehen.

 

Fachliche Nähe

Bei der geforderten „fachlichen Nähe“ kom-

men verschiedene Aspekte zum Tragen.  

Die Unternehmen sollten bei der Auswahl

der Sicherheitsbeauftragten insbesondere

darauf achten, dass diese die Beschäftigten-

struktur und die Gefährdungspotenziale des

Arbeitsbereichs kennen. In den betriebli-

chen Alltag übersetzt heißt das unter ande-

rem, dass Sicherheitsbeauftragte in der

Lage sein sollten, die Tätigkeiten im jeweili-

gen Arbeitsbereich einzuschätzen – das

erfordert entsprechendes Wissen und Erfah-

rung. Auch über mögliche sprachliche oder

kulturelle Besonderheiten hinweg sollten sie

mit den Beschäftigten kommunizieren kön-

nen. Und wer Kenntnisse im Arbeitsschutz

seines Zuständigkeitsbereichs haben soll,
muss natürlich auch in die betrieblichen

Arbeitsschutzstrukturen eingebunden sein –

und die Gefährdungsbeurteilung kennen.

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